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Groß-Umstadt braucht Leidenschaft

 

Von Bernd Kalkhof

HANDBALL Der Drittligist muss in der Krise zum Derby nach Nieder-Roden / Bieberauer gegen Gelnhausen favorisiert

SÜDHESSEN - ZweiHessen-Derbys unter verschiedenen Vorzeichen stehen in der Dritten Handball-Liga Ost an: Während der Tabellenzweite MSG Bieberau/Modau gegen den TV Gelnhausen in der Favoritenrolle ist, reist die MSG Groß-Umstadt als klarer Außenseiter zur HSG Nieder-Roden.

Die MSG Bieberau/Modau befindet sich derzeit auf Wolke sieben. Nach fünf Erfolgen in Serie kletterten die Odenwälder auf den zweiten Tabellenrang. Nun geht es am Samstag (19 Uhr, Großsporthalle Im Wesner) mit breiter Brust gegen einen alten Bekannten. Mit dem TV Gelnhausen haben sich die Falken schon oft gemessen, unter anderem auch in der Zweiten Bundesliga Süd.

Nach dem Weggang von Torjäger Jonas Müller verpflichtete der Klub aus dem Main-Kinzig-Kreis den wurfstarken Routinier Eryk Kaluzinski, der vor Jahren schon des Öfteren Zweitliga-Schützenkönig war. Sven Schreiber und Robin Marquardt sind zudem hoffnungsvolle Talente, die zuletzt beim 28:24-Erfolg gegen Leipzig aber fehlten. Ein Kontrahent mit einer homogenen Mannschaft. Ebenso wie Falken-Keeper Martin Juzbasic ist auch Gelnhausens Torhüter Julian Lahme in Topform. Spannend, wer das Duell für sich entscheiden kann.

Groß-Bieberau hofft wieder auf stimmungsvolle Kulisse

In der Breite haben die Südhessen aber klare Vorteile, auch wenn Torjäger Daniel Zele wohl noch bist zum Jahreswechsel fehlen wird. Co-Trainer Christina Zölls verspricht den Fans wieder eine mitreißende Veranstaltung wie vor zwei Wochen, als gegen den Spitzenreiter 750 Zuschauer anwesend waren. „Die Stimmung gegen Hildesheim war unglaublich. So etwas habe ich hier vorher noch nie erlebt“, erklärt Zölls. Nun hofft die rechte Hand von Ralf Ludwig gegen den Tabellenzehnten erneut auf eine große Kulisse.

Die MSG Groß-Umstadt indes befindet sich derzeit in einer Abwärtsspirale. Aus den letzten vier Spielen holten die Südhessen nur einen Punkt. Tief im Tabellenkeller findet man sich daher wieder. Ausgerechnet in dieser schwierigen Situation muss der Tabellen-14. an diesem Freitag bei der HSG Nieder-Roden (20.30 Uhr, Sporthalle Wiesbadener Straße) antreten. Denn obwohl die Rodgauer in den letzten Wochen auch des Öfteren patzten, gehören sie weiterhin zu einer der besten Adressen der Staffel. In der Breite sind sie der MSG derzeit einfach überlegen, auch weil die Umstädter Außen und Kreisläufer in den letzten Partien komplett abtauchten. So liegt die ganze Last im Abschluss der Groß-Umstädter derzeit bei Sebastian Paul und Florian See. Zu wenig in der starken Liga. Auch der Siebte Nieder-Roden hat da mehr zu bieten. „Nieder-Roden ist eine Ausnahmemannschaft, über Jahre gewachsen mit klaren Konzepten. Um bestehen zu können, brauchen wir die Leidenschaft, die in einem Derby besonders vonnöten ist, um nicht unterzugehen“, verrät MSG-Trainer Tim Beckmann, der besonders von der enormen Laufarbeit der Gastgeber beeindruckt ist.