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Drittligist MSG Groß-Umstadt bittet gegen Springe um lautstarke Unterstützung der Fans

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

SÜDHESSEN - Die MSG Groß-Umstadt steht als Drittletzter der Dritten Handball-Liga Ost mit dem Rücken an der Wand. Vor dem Heimspiel gegen die Handballfreunde Springe bitten die Verantwortlichen um lautstarke Unterstützung der Fans. Liga-Vize MSG Bieberau/Modau ist beim Neuling HSG Hanau hingegen favorisiert.

 

Droht der MSG Groß-Umstadt ausgerechnet in ihrem Entstehungsjahr als Spielgemeinschaft gleich der Abstieg in die Oberliga? Mit 24 aktiven Mannschaften ist das Handballkonstrukt des TV Groß-Umstadt und des TSV Habitzheim eine der größten Handballgemeinden in der Region. Doch das Zugpferd, die erste Herrenmannschaft, steht nach langer Durstrecke mit nur sieben Zählern ganz unten in der Drittliga-Tabelle.

 

 

Was hat sich MSG-Trainer Tim Beckmann in den letzten Wochen nicht alles einfallen lassen, um den Abwärtstrend zu stoppen. Doch zumeist fehlte es dem Team an der nötigen Leidenschaft und am unbedingten Willen. Tugenden, die dem beinahe identischen Kader in den letzten Spielzeiten immer wieder zu den nötigen Zählern im Abstiegskampf verholfen haben. „Wir werden jetzt nicht die Brechstange auspacken. Mit Bedacht wird gemeinsam mit dem Team nach Lösungen gesucht. Was wir aber in jedem Fall brauchen, ist die Unterstützung unserer Fans“, erklärt Michael Blechschmitt. Der Teammanager verweist auf die vergangenen Jahre, als in der Heinrich-Klein-Halle die entscheidenden Matches zum Klassenerhalt gewonnen wurden.

 

Derby zwischen zwei alten Bekannten

 

Lautstarke Unterstützung werden die Südhessen am Samstagabend (19 Uhr) gebrauchen können, denn die Handballfreunde Springe sind trotz ihres derzeit siebten Tabellenrangs nicht zu unterschätzen. Dass die Niedersachsen überhaupt in der Dritten Liga spielen, lag an dem Versäumnis der Regie, rechtzeitig die nötigen Unterlagen für die Lizenzierung der Zweiten Bundesliga einzureichen. Nach dem Zwangsabstieg konnte ein Großteil des Kaders gehalten werden. Zuletzt rang man dem TV Großwallstadt einen Zähler ab (28:28). Springe ist damit in der jetzigen Situation alles andere als ein Wunschgegner.

 

Ein besonderes Aufeinandertreffen gibt es zudem, wenn an diesem Freitagabend das Derby zwischen der HSG Hanau und der MSG Bieberau/Modau angepfiffen wird. In der vergangenen Spielzeit absolvierten die beiden Kontrahenten noch gemeinsame Trainingseinheiten, um Abläufe zu verbessern. Nun, nach dem Aufstieg der Hanauer aus der Oberliga, wird es plötzlich ernst. Die damalige enge Zusammenarbeit hatte seine Gründe. Falken-Trainer Ralf Ludwig trainierte in seiner Zeit beim TV Groß-Umstadt nicht nur Tilman Werner und Trainer Patrick Beer, sondern hatte bei der SG Wallau auch HSG-Kapitän Sebastian Schermuly unter seinen Fittichen. Diese speziellen Freundschaften werden wohl heute Abend (20.30 Uhr) in der Hanauer Main-Kinzig-Halle ruhen.

 

Mit Respekt empfängt der Neuling die Gäste aus dem Odenwald. Die sind nach sechs Siegen derzeit obenauf. „Aktuell die beste Mannschaft der ganzen Liga“, legt Patrick Beer sogar noch eine Schippe drauf. Der ehemalige Aufbauspieler sieht sein Team als klaren Außenseiter, spricht aber dennoch von einem positiven Gefühl. Schließlich sind die Hanauer vor ihrem euphorischen Publikum nicht zu unterschätzen. „Wir sind gut in Schuss und hoffen auf eine ausverkaufte Halle. Ich denke, wir können der MSG das Leben richtig schwer machen“, gibt sich der Übungsleiter kämpferisch.

Bieberaus Trainer Ralf Ludwig hat große Vorfreude bei seinen Spielern auf diesen Vergleich ausgemacht. „Hanau hat eine homogene Mannschaft mit einer starken Defensive. Da müssen wir schon Vollgas geben“, sagt der Falken-Trainer. Während bei den Hanauern Eric Schaeffter und Kai Best fehlen, muss die MSG weiterhin auf Daniel Zele verzichten.