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Dritte Bundesliga 05.12.2016

 

Darmstädter Echo/ Bernd Kalkoff

 

HANDBALL Bieberau/Modau verpasst beim 25:25 gegen Aufsteiger Hanau den Sprung an die Drittliga-Spitze

GROSS-BIEBERAU - (kaf). In der Dritten Handball-Liga Ost ist alles möglich. Dass musste am Freitagabend auch die MSG Bieberau/Modau akzeptieren, die beim Neuling HSG Hanau nicht über ein 25:25 (12:12)-Unentschieden hinauskamen.

 

500 begeisterte Zuschauer feierten am Freitagabend (wie berichtet) einen kaum mehr für möglich gehaltenen Teilerfolg gegen den klaren Favoriten aus dem Odenwald. Der hatte in der 44. Minute schon mit 20:16 geführt, sah wie der sichere Sieger aus und hatte sogar Platz eins in der Tabelle im Visier.

 

Doch der Neuling vom Main glaubte immer an seine Chance, steckte nicht auf und rackerte unermüdlich. Die Falken hielten dagegen, wurden von der Euphorie in der Main-Kinzig-Halle aber auch beeinflusst. Der MSG fehlte es an der nötigen Durchschlagskraft im Rückraum. Hanaus Defensive machte den Gästen von Anfang an das Leben schwer. Nach 16 Minuten stand es 8:4 für Hanau, und MSG-Trainer Ralf Ludwig war mit dem Auftritt seines Teams gar nicht zufrieden.

 

Doch anschließend wurde es besser. Die Abwehr um Keeper Martin Juzbasic stabilisierte sich. Hanau tat sich im Abschluss immer schwerer. Die Falken indes holten mit ihrem souveränen Tempospiel Tor um Tor auf. Zur Halbzeit stand es 12:12, ehe die Gäste mit dem Wiederanpfiff noch eine Schippe drauflegten. Antreiber Benedikt Seeger hatte nun seine stärkste Phase. Doch der Vier-Tore-Vorsprung nach einer Dreiviertelstunde war trügerisch.

 

Unaufmerksamkeiten helfen Hanau zurück ins Spiel

 

Nur zwei kleine Unaufmerksamkeiten waren nötig, um den Hanauern wieder in die Partie zu verhelfen. Innerhalb von 65 Sekunden traf der Gastgeber dreimal. In der 51. Minute folgte der Ausgleich. Das Derby wuchs zum Drama. Nach 55 Minuten mussten die Falken sogar den 22:24-Rückstand hinnehmen. Doch Michael Malik und Kris Jost sorgten wieder für den Ausgleich. Jost erzielte auch das 25:24, was am Ende aber nicht reichen sollte.

 

„Das war ein absolut geiler Punktgewinn, mit dem niemand rechnen konnte“, freute sich Hanaus Trainer Patrick Beer nach dem Coup. Beer war lange als Spielmacher für den TV Groß-Umstadt am Ball, wurde dort auch von Ralf Ludwig trainiert. Man kennt sich, weshalb Ludwig auch die ganze Woche eindringlich vor dem schweren Gang an dem Main gewarnt hatte.

MSG Bieberau/Modau: Juzbasic und Khan (im Tor), Seeger 6, Lorenz 1, Schubert 2, Kossler 1, Jost 6, Malik 6/3, Büttner 2, Weber, Buschmann 1, von Stein, Göttmann und Lebherz, Haupttorschützen HSG Hanau: Pillmann 6, Sigmund 5/3, Werner 4, Zeitstrafen: 2/5, Siebenmeter: 5/3 und 4/3, Zuschauer: 510.