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Dritte Bundesliga 19.12.2016

 

Nur anfangs obenauf: Maximilian Schubert musste mit der MSG Bieberau/Modau im Heimspiel gegen Leipzig mit einem Unentschieden zufrieden sein.	Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

 
 

 

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL Bieberau/Modau lässt beim 27:27 gegen Leipzig spielerische Qualität vermissen

GROSS-BIEBERAU/LEIPZIG - Etwas überraschend musste die MSG Bieberau/Modau am Samstagabend in der Dritten Handball-Liga Ost einen Punktverlust quittieren. Dabei wollten sich die Südhessen im letzten Heimspiel des Jahres wie ein würdiger Tabellenzweiter präsentieren. Doch beim 27:27 (14:17)-Unentschieden gegen die SG Leipzig fehlt es dieses Mal an der spielerischen Qualität.

 

Zumindest in der ersten Viertelstunde wurden die Falken ihren Ansprüchen auch gerecht. Sie zelebrierten ihr tief verinnerlichtes Tempospiel über die erste und zweite Angriffswelle so erfolgreich, dass die weit gereisten Sachsen zuerst gar nicht wussten, wie ihnen geschieht. Ein Klassenunterschied, der sich nach dem 10:6 aber revidierte. Plötzlich stockte der MSG-Angriffsexpress. Das Tempo wurde zwar hochgehalten, jedoch ging die spielerische Linie verloren. Die Falken produzierten Fehler um Fehler.

 

Auch in der Defensive taten sich Lücken auf. Die nutzten der ehemalige Bieberauer Steve Baumgärtel (6 Tore) und Leipzigs Taktgeber David Heinig (7) trefflich. „Unser Spiel wurde immer undisziplinierter. Irgendwie haben wir nach dem tollen Start den Faden verloren“, haderte Trainer Ralf Ludwig mit den spielerischen Elementen.

 

Baumgärtel sorgte nach 24 Minuten für den ersten Rückstand (11:12), der sich bis zur Pause auf 14:17 erhöhte. Besser wurde es nach dem Seitenwechsel aber nicht. Permanent rannten die Odenwälder einem Rückstand hinterher. Mit viel Kampf und Einsatz verhinderten die Südhessen aber, dass sich die Gäste absetzen konnten. Rechtsaußen Felix Kossler sorgte dann mit zwei Treffern in der 50. Minute für die 24:23-Führung.

 

Auch 30 Sekunden vor der Schlusssirene lagen die Falken noch mit 27;26 vorne, ehe Leipzigs Routinier Sascha Meiner zum gerechten Unentschieden traf. „Wir haben dieses Mal einfach schlecht gespielt. Das kann mal passieren. Trotzdem sind wir Tabellenzweiter, und dafür muss ich mich nicht entschuldigen“, blieb Ludwig gelassen. An der Einstellung seines Teams hatte er schließlich nichts zu bemängeln. „Den Punkt haben wir uns am Ende wirklich erkämpft“, sagt der Coach, der sich nun ganz auf das Derby am Freitag gegen die MSG Groß-Umstadt fokussiert.

MSG Bieberau/Modau: Juzbasic und Khan (im Tor), Seeger 2 Treffer, Lorenz 3, Kossler 4, Malik 9/5, Schubert 4, Buschmann 2, Büttner Jost 2, Weber 1, von Stein und Göttmann, Haupttorschützen SG Leipzig: Heinig 7, Baumgärtel 6/1, Meiner 4, Zeitstrafen: 1/3, Siebenmeter: 6/5 und 3/1, Zuschauer: 500.