NEWS-TICKER +++ Die naechsten Spiele: Eintracht Hildesheim - MSG I, Sonntag (26.) um 17 Uhr // HSG Rodgau Nieder-Roden II - MSG II, Sonntag, 2. April um 18 Uhr +++ NEWS-TICKER
Sonntag · 05.02.2017 · 17:04 Uhr · PM HSV

HSV Hannover holt sich nach Schlussspurt einen Punkt gegen Groß-Bieberau/Modau


Milan Mazic
Foto: HSV Hannover

Ein absolut irres Drittligaspiel sahen die Fans des HSV Hannover, der um ein Haar in letzter Sekunde sogar gegen die MSG Groß-Bieberau/Modau gewonnen hätte. Nachdem Milan Mazic 48 Sekunden vor Schluss für die Anderter zum 32:32-Enstand ausglich, waren die Gäste in Ballbesitz. Glück für den HSV: Kurz vor dem Abpfiff verpasste ein Anspiel den völlig blank stehenden Kreisläufer. Torhüter Götz Heuer nahm den Ball und schickte Lukas Quedenbaum auf die Reise, der unter dem Jubel der Fans einnetzte – zu spät, denn mitten in den Wurf ertönte die Sirene.

Trainer Stephan Lux war trotzdem nicht unzufrieden: "Wir können mit dem Punkt gut leben." In der 52. Minute lag seine Mannschaft noch 27:31 zurück. Lux stellte um, brachte Bastian Riedel auf die Spitze der 5:1-Deckung und vorne einen siebten Feldspieler. Riedel gelangen einige Ballgewinne und Philip Müller (3) sowie Milan Mazic glichen zum 31:31 aus. Nach der erneuten Gästeführung rettete Mazic mit seinem neunten Treffer den Punkt.

Den hatten sich die Anderter schon in der ersten Hälfte mit einem couragierten Auftritt verdient. Groß Bieberaus Benedikt Seeger traf zwar zum 0:1 (2.), doch in er Folge gelang im HSV-Angriff fast alles. Binnen 180 Sekunden drehten die Gastgeber das Spiel zum 4:1 und blieben in einem offenen Schlagabtausch immer vorn. Einziger Makel: Daniel Zele, der den HSV im Hinspiel nahezu allein abschoss, hatte die Abwehr zwar im Griff, dafür netzte Seeger bis zum Wechsel neunmal.

Nach der Pause dann ein Bruch im HSV-Spiel. Maxi Forst traf 216 Sekunden nach Wiederanpfiff zum 20:18, dann folgte eine achtminütige Auszeit und die 25:21-Führung Groß Bieberaus. "Da haben wir auch zu leichte Tore bekommen", ärgerte sich Lux.

Doch mit dem Selbstvertrauen von drei Siegen in Folge kam der HSV zurück. "Die Jungs glauben halt dran", freute sich er Anderter Trainer, dem mit der Umstellung der Abwehr der entscheidende Schachzug gelang. Hinter Elbflorenz ist der HSV jetzt das zweitbeste Rückrundenteam. Lux kommentierte das gewohnt trocken: „Interessiert mich nicht. Wir haben in der Rückrunde sieben Punkte, das zählt.“