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Dritte Bundesliga 10.02.2017

 

 

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL Einschneidende Personalie bei der MSG Bieberau/Modau vor dem Heimspiel gegen Dresden

GROSS-BIEBERAU/GROSS-UMSTADT - Vor dem Heimspiel gegen den HC Dresden bewegt Handball-Drittligist MSG Bieberau/Modau eine weitreichende Personalie. Trainer Ralf Ludwig wird seinen zum 30. Juni 2017 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Nach über 15 Jahren als Trainer bei vielen Vereinen möchte der Bauingenieur aus familiären und beruflichen Gründen eine Auszeit nehmen. „Wir hätten den Vertrag mit dem Erfolgstrainer gerne verlängert“, betonte Manager Georg Gaydoul, der die Entscheidung von Ludwig aber akzeptiert.

 

Als Nachfolger wurde Thorsten Schmid verpflichtet, der in der Region bekannt ist, wo er unter anderem die Frauenmannschaft der HSG Bensheim-Auerbach trainiert. Der A-Lizenz-Inhaber wird dabei von Oliver Lücke unterstützt. Der derzeitige Trainer des Oberligisten TSG Bürgel wird auch für das Landesliga-Team verantwortlich sein, bei dem Manuel Silvestrit dann weichen muss. Ein ausführlicher Bericht zu dem Personalwechsel folgt.

 

Am Samstag (19 Uhr, Großsporthalle „Im Wesner“) bekommt es die MSG Bieberau/Modau mit dem HC Elbflorenz Dresden zu tun. Dresden hat acht, die MSG neun Minuspunkte auf dem Konto. Zweiter gegen Vierter. Obwohl bereits das Hinspiel eng zuging (24:28), tut sich Ralf Ludwig allerdings schwer mit dem Begriff Spitzenspiel. Er sieht den Gegner in einer anderen Liga. „Dresden hat von den letzten 16 Spielen nur gegen Tabellenführer Hildesheim verloren. Ansonsten hat man die Konkurrenz beherrscht. Das ist die Mannschaft der Stunde“, zeigt der Trainer größten Respekt vor dem Gegner. Kein Verein in der Oststaffel verfügt über solche finanziellen Mittel. Seit Jahren scheitern die Sachsen am Aufstieg, obwohl der Kader fast ausschließlich mit erst- und zweitliga-erfahrenen Spielern besetzt ist.

 

Am letzten Spieltag konnte sich das Team von Trainer Christian Pöhler beim 27:23 in Groß-Umstadt erst nach 50 Minuten absetzen. Dabei entstand aber nie der Eindruck, dass die Gäste nervös wurden. Scheinbar schien man sich auf die breit besetzte Ersatzbank zu verlassen. Für die Falken gilt es, eine ordentliche Abwehr zu stellen. Nur dann kommen die Südhessen auch in ihr gefürchtetes Tempospiel. Mit Sicherheit das beste taktische Mittel gegen die robusten Sachsen.

 

Groß-Umstadt fährt zuversichtlich nach Hannover

 

Bei der MSG Groß-Umstadt herrscht derzeit Euphorie. Auch wenn das Heimspiel gegen Dresden verloren ging, die gezeigte Leistung macht Mut. Mit den Neuzugängen Marco Sokitic und Tom Seifert geht es nun am Sonntag (19:30 Uhr, Misbach-Sporthalle) zum HSV Hannover. Der Tabellensiebte befindet sich im Aufwind. Aus den letzten vier Spielen holten die Niedersachsen sieben Punkte. Dabei lebt das Team aus der Landeshauptstadt besonders von seinem robusten Mittelblock und einem schnörkellosen An- griff. Ganz stark präsentierte sich zuletzt Kreisläufer Milan Mazic, der mit 128 Treffern die Torschützenliste der Liga anführt. Die MSG indes hat mit den Neuverpflichtungen mehr personelle Alternativen, kann dementsprechend schnell auf Leistungsverluste reagieren. Auch kommen einige Akteure noch mal richtig in Form. So zeigte der in der Hinrunde schwache Markus Eisenträger zuletzt deutlich mehr Präsenz. Der Distanzwerfer warf in den letzten drei Partien 20 Tore. Die Zuversicht ist groß bei den MSG, die Abstiegsränge bald zu verlassen.