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Dritte Bundesliga 13.02.2017

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL MSG Bieberau/Modau geht gegen Dresden die Kraft aus

 

GROSS-BIEBERAU - Der Vergleich zwischen der MSG Bieberau/Modau und dem HC Dresden war ein echtes Spitzenspiel. 550 Zuschauer sahen eine packende Partie auf hohem Niveau. Die MSG warf alle Tugenden in die Waagschale, um hernach unglücklich mit leeren Händen dazustehen. Bestes Spiel, keine Punkte – so lässt sich das 31:32 (18:17) des Handball-Drittligisten gegen den HC Dresden zusammenfassen.

 

„Besser können wir meines Erachtens nicht spielen. Deshalb ist es wirklich schade, dass wir nicht wenigstens ein Unentschieden geholt haben“, haderte MSG-Trainer Ralf Ludwig. Bitter, denn 50 Minuten lang hatten die Falken den Tabellenzweiten im Griff. Am Ende fehlte neben Glück wohl auch die nötige Kraft, um dieses zu erzwingen. Als Dresdens Rene Boese mit seinem achten verwandelten Siebenmeter zwei Minuten vor dem Abpfiff das 32:31 markierte, hatten die Südhessen noch zweimal Ballbesitz, der Ausgleich gelang gegen die abgezockten Sachsen aber nicht mehr.

 

Wieder hatte die hervorragend besetzte Ersatzbank der Gäste den Ausschlag gegeben. Während die Odenwälder auf dem Zahnfleisch gingen, wechselte Dresdens Trainer Christian Pöhler in den letzten zehn Minuten vier frische Kräfte ein. Die verbarrikadierten das Gehäuse und schafften so nach der 31:30-Führung (55. Minute) für die MSG noch die Wende.

 

Nach dem frühen 1:3-Rückstand hatte Bieberau/Modau gut in das Spitzenspiel gefunden. Mit dem erneut vorzüglichen Antreiber Benedikt Seeger (9 Tore) und dem wurfgewaltigen Daniel Zele (8) besaßen die Gastgeber Trümpfe, die stachen. Seeger markierte in der 16. Minute mit dem 9:8 die erste Führung. Von nun an lief es wie am Schnürchen.

 

Nur abschütteln ließen sich die Sachsen nicht. Besonders der wurfgewaltige Patrick Hruscak (8) setzte der MSG-Defensive, die auf den erkrankten Organisator Lucas Lorenz verzichten musste, mächtig zu. Mit viel Engagement kamen beide Clubs aus der Pause. Die Falken legten zumeist vor. Zele traf nach 33 Minuten zum 20:17. Nach 40 Minuten hatte der Drei-Tore-Vorsprung noch Bestand, doch nach dem 25:22 wurde die Luft immer dünner.

 

Dann kam alles zusammen. Benedikt Seeger leistete sich bei einem Tempogegenstoß seinen ersten Fehlwurf, während Rene Boese zweimal bei Siebenmeter die Unterlatte traf, beide Bälle landeten aber im Tor. So belohnten sich die Gastgeber am Ende nicht für die wahrscheinlich stärkste Leistung der Spielzeit.

MSG: Juzbasic und Khan (im Tor), Seeger 9, Zele 8, Malik 4/3, Buschmann 3, Jost 3, Kossler 2, Weber, von Stein, Arnold 1, Büttner 1, Göttmann, Haupttorschützen HC: Hruscak 8, Boese 8/8, Göde 5, Zeitstrafen: 2/2, Siebenmeter: 23/3 und 8/8, Zuschauer: 550.