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Die MSG Bieberau/Modau verliert gegen den Tabellenelften HSC Bad Neustadt völlig überraschend mit 26:33. Ein kollektiver Totalausfall sorgt für eine enttäuschende Vorstellung.

 

Es war schon schwierig, ob des beinahe peinlichen Auftritts der MSG Bieberau/Modau am Samstagabend gegen den abstiegsbedrohten Konkurrenten von der Saale etwas Positives zu berichten. Vielleicht waren es die Abwehrspezialisten Michael Malik und Lucas Lorenz, welche sich lange gegen eine völlig unnötige Pleite stemmten. Die Gäste aus Bad Neustadt hatten wahrlich keinen Hurra-Handball auf das Parkett gezaubert, ihnen reichte schon eine grundsolide Leistung. Denn bei den Falken lief dieses Mal so gut wie gar nichts zusammen.

Nur eine Woche nach dem bärenstarken Auftritt gegen den professionellen HC Dresden war besonders der Rückraum nicht wiederzuerkennen. Antreiber Benedikt Seeger erwischte einen lauen Tag, die Halben Till Buschmann und Daniel Zele tauchten völlig ab. Da hatten die Franken mit Gary Hines (6) und dem schnörkellosen Halblinken Konstantin Singwald (8) mehr zu bieten. Singwald konnte sich bei seinen guten Würfen quasi die Ecke aussuchen, so lethargisch wirkte der Mittelblock ein ums andere Mal. Bitter, besonders nach guter Abwehrarbeit bekam Bad Neustadt das ein oder andere Zeitspiel angezeigt. Danach litt jedoch die Aufmerksamkeit. Immer wieder fand der Ball noch den Weg ins MSG-Gehäuse. Mit einer schmeichelhaften 13:12-Führung schlichen die Falken in die Kabine. Doch die zweite Halbzeit sollte noch schlimmer werden. Eine Vielzahl von technischen Fehlern und zum Teil verheerende Abschlüsse sorgten schnell für ein Übergewicht der Gäste.

Über 15:18 setzten sie sich nach einer Dreiviertelstunde auf 18:22 ab. Nun hofften die 350 Zuschauer auf ein Aufbäumen, eine Trotzreaktion. Doch dazu war das Team von Trainer Ralf Ludwig dieses Mal nicht in der Lage. Die meisten Akteure fügten sich ihrem Schicksal. Nach 56 Minuten war Bad Neustadt beim 22:30 endgültig außer Sichtweite.

MSG-Pressesprecher Jürgen Pfliegensdörfer konnte sich in dieser Spielzeit nicht an solch einen desolaten Auftritt erinnern. „Ich dachte, so etwas könnte diesem Team nicht mehr passieren. Da lief ja mal gar nichts zusammen“, sagte Pfliegensdöfer. Hernach feierten die Gäste mit ihrem Dutzend Anhängern. Sie konnten ihr Glück kaum fassen. Mit mutiger Leistung und den klar besseren Torhütern verschaffte sich Bad Neustadt Luft im Abstiegskampf. Leider zu Lasten des südhessischen Vertreters MSG Groß-Umstadt.

MSG: Juzbasic und Khan (im Tor), Malik 9/6, Lorenz 5, Seeger 2, Jost 3, Buschmann, Kossler 2, Zele 1, Weber 2, Göttmann 1, von Stein 1, Büttner und Lebherz, Haupttorschützen HSC: Singwald 8, Hines 6, Wicklein 6/2, Zeitstrafen: ¾, Siebenmeter: 7/6 und 2/2, Zuschauer: 350