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Dritte Bundesliga 27.02.2017

 

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

 

HANDBALL, DRITTE LIGA MSG Bieberau/Modau geht beim TV Großwallstadt nach guter Leistung leer aus

 

ELSENFELD - Gut gespielt und trotzdem verloren. Handball-Drittligist MSG Bieberau/Modau hat seine Talfahrt auch beim Altmeister TV Großwallstadt fortgesetzt und unglücklich mit 25:26 (14:14) verloren.

 

Das Derby am Samstagabend vor über 1200 Zuschauern in der Untermainhalle in Elsenfeld hielt, was es versprach. Spannung pur bis in die Schluss- sekunden – mit einem denkbar ungünstigen Ausgang für die MSG Bieberau/Modau. Der TV Großwallstadt feierte den Erfolg ausgelassen und darf weiter vom Titel träumen. Ganz anders sieht es bei den Südhessen aus. Nur einen Zähler holten die Falken aus den letzten fünf Partien, langsam verabschiedet sich das Team von Trainer Ralf Ludwig aus der Spitzengruppe.

 

 

„Unsere Mannschaft hat gezeigt, dass sie lebt. Wir haben gut gespielt, hatten dieses Mal aber auch wirklich eine Menge Pech“, wehrt sich Michael Malik gegen mögliche Kritik. Viele Holztreffer und auch einige merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen, damit haderten die Gäste. „Ein Unentschieden wäre dem Spielverlauf gerechter geworden“, fügte der Defensivspezialist der MSG an.

 

Lange war das Derby völlig ausgeglichen. Nach 14 Minuten stand es 5:5, in der 22. Minure 10:10. Großwallstadt hatte in dem lange verletzten Rückkehrer Lars Spieß, Mario Stark und Kreisläufer Patrick Gempp drei starke Individualisten. Die Bieberauer Defensive tat sich besonders gegen den cleveren Gempp schwer. Doch die Gäste hatten auch Phasen mit Feldvorteilen. Eine Schlüsselsituation folgte nach der 38. Minute. Rückraumrecke Daniel Zele hatte gerade das 19:17 markiert, ehe der flinke Felix Kossler mit einem Heber an Markus Podsendek scheiterte. Ausgerechnet der langjährige Keeper der MSG vereitelte damit die vielleicht vorentscheidende Drei-Tore-Führung.

 

Diese Aktion wirkte wie ein Weckruf für die jungen Mainfranken. Jan Winkler und Routinier Michael Spatz drehten den Vergleich zugunsten des ehemaligen Bundesligisten. Nach dem 22:24-Rückstand kam die MSG nicht mehr zurück. Viele unglückliche Situationen verhinderten ein Erfolgserlebnis in den packenden Schlussminuten. „Das war heute eine enorme Willensleistung von uns. Das Spiel war 60 Minuten Spitz auf Knopf. Wir hätten uns gerne für unseren Einsatz belohnt“, lautete das Fazit von Malik. Ein Einbrechen der Falken im weiteren Verlauf der Saison erwartet er nicht. „Wir spielen die Saison sauber und auch erfolgreich zu Ende“.

 

MSG: Juzbasic und Khan (im Tor), Seeger 3, Malik 8/4, Buschmann 4, Kossler 5, Zele 2, Jost 2, Lorenz 1, Weber, Büttner, von Stein und Göttmann, Haupttorschützen TVG: Spatz 5/2, Gempp 4. Lars Spieß 4, Tom Spieß 3, Stark 3, Winkler 3, Zeitstrafen: 1/3, Siebenmeter: 3/2 und 5/4, Zuschauer: 1200.