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Dritte Bundesliga 02.05.2017

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

DRITTE LIGA Bieberau/Modau verliert letztes Heimspiel mit ganz schwacher Trefferquote

Lucas Lorenz  (hier beim Wurf) war einer der wenigen Spieler, die bei der Heimniederlage der MSG Bieberau/Modau eine ansprechende Leistung zeigten. 	Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

GROSS-BIEBERAU - Kollektives Versagen bei der MSG Bieberau/Modau. Nach fünf Erfolgen in Serie patzte der Handball-Drittligist gegen den HSC Coburg II. Die 22:28 (12:15)-Niederlage sorgte auch indirekt für den Abstieg der MSG Groß-Umstadt.

 

„Dieses Spiel hatte meine Mannschaft schon vorher gewonnen. Das war reine Kopfsache“, versuchte Ralf Ludwig, den kollektiven Ausfall seines Teams zu erklären. Nach einer langen Siegesserie und der Galavorstellung gegen die HSG Hanau nur eine Woche zuvor waren die Odenwälder am Samstagabend vor enttäuschender Kulisse kaum wiederzuerkennen.

 

So sprach Ludwig auch von einer „üblen“ Vorstellung. „Wir haben diesen Gegner im Hinspiel noch klar beherrscht. Aber ohne Emotionen und Engagement geht es eben nicht“, sagte der scheidende Trainer. Ausgiebig hatte er vor der Bundesliga-Reserve gewarnt, die viel zu verlieren hatte und entsprechend kämpferisch auftrat. Schon nach sieben Minuten nahm das Unheil seinen Lauf, als die Gäste von 3:3 auf 3:6 enteilten. Grund war eine katastrophale Chancenverwertung, die sich wie ein roter Faden durch die Partie zog. Alleine acht Tempogegenstöße wurden verballert. Die Südhessen mühten sich, Anschluss zu finden, doch dafür fehlte einfach die Durchschlagskraft.

 

Nach einer verkorksten ersten Hälfte sorgte Kris Jost nach 34 Minuten für den Anschluss zum 15:16. Doch die Drangphase war nur kurz. Beim 16:20 in der 40. Minute verlor man die Franken trotz Überzahl aus den Augen. Drei Gegentore in Folge sorgten bereits für das vorentscheidende 16:23 (45. Minute).

 

„Es ist schade, dass wir im letzten Heimspiel so ein Ding abliefern, es ist aber nicht zu ändern“, sagte Ludwig mit Blick auf die letzte Partie am Sonntag bei der SG Leipzig. Die Sachsen müssen sich mächtig ins Zeug legen, denn durch den Erfolg der Coburger rutschten sie auf den drittletzten Tabellenrang. Da bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung. Am Samstag konnten nur Torwart Martin Juzbasic und Kreisläufer Lucas Lorenz den Ansprüchen genügen.

MSG: Juzbasic und Khan (im Tor), Seeger 4, Lorenz 6, Jost 4, Zele 2, Malik 4/2, Weber 2, Kossler, Büttner, Lebherz, von Stein und Göttmann, Haupttorschützen HSC: Kellner 6, Wolf 5, Franke 4, Andersson 4/3, Zeitstrafen: 1/3, Siebenmeter: 2/2 und 3/3, Zuschauer: 290.