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Dritte Bundesliga 08.05.2017

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL Drittligist MSG Bieberau/Modau schickt SG Leipzig mit tadelloser Abschiedsvorstellung in die Relegation

LEIPZIG - Lange Gesichter machten am Samstagabend nur die Handballer der SG Leipzig. Sie müssen nach der 26:28 (10:10)-Niederlage in die Verlängerung, um über ein Relegationsspiel die Dritte Liga zu halten. Entspannter ging es bei den Gästen aus Südhessen zu: Sie hatten mit einer tadellosen Vorstellung passend Abschied von einer langen und durchaus erfolgreichen Saison gefeiert. Mit 37:23 Punkten belegen die Falken den fünften Tabellenrang.

 

„Ich bin sehr zufrieden. Die vier Mannschaften, die vor uns stehen, verfügen allesamt über enorme Qualität. Dresden und Hildesheim waren sowieso eine Klasse für sich“, zog Ralf Ludwig Bilanz. „Wir haben uns da eingereiht, wo wir hingehören. Da gab es mal überragende Leistungen und eben auch mal schwächere Vorstellungen“, sagte der Trainer mit Blick auf die furiosen Erfolge gegen Springe und Hildesheim sowie die Pleiten gegen Bad Neustadt und Coburg. In Leipzig konnte der mittlerweile doch recht kleine Kader wieder mit Einsatzwillen und gutem Offensivspiel punkten. Auch die Defensive überzeugte, obwohl mit Till Buschmann und Lucas Lorenz wichtige Säulen fehlten. Leipzig kämpfte verbissen und hatte mit Sascha Meiner (9/6) und Timo Löser (5) treffsichere Spieler. So wogte der Vergleich lange hin und her.

 

Die MSG konnte sich seit Längerem mal wieder auf die Wurfkraft von Daniel Zele verlassen, der mit dem HC Dresden in die Zweite Liga geht. Auch Benedikt Seeger und Kris Jost setzten immer wieder Nadelstiche, wenn Leipzig in Führung war. In der 49. Minute stand es 17:21 aus Sicht der Odenwälder. Doch während den Sachsen die Kräfte ausgingen, konnten die Gäste noch eine Schippe drauf legen. Michael Malik, Benjamin von Stein und Kris Jost sorgten für den Ausgleich zum 21:21, ehe Seeger mit zwei Treffern die Weichen auf Sieg stellte.

 

„So stelle ich mir einen ordentlichen Abschied vor“, sagte Ludwig mit ein wenig Wehmut. Nach 15 Jahren an der Seitenlinie der TGB Darmstadt, des TV Groß-Umstadt, der SG Wallau und der MSG ist vorläufig Schluss für den Trainer. Der Bauingenieur, beruflich stark beansprucht, nimmt eine Auszeit. „Ich habe noch keine Ahnung, wann und wo es weitergeht. Ich freue mich aber auch riesig auf diesen Sommer ohne irgendeine Vorbereitung“, verrät der zweifache Familienvater, der mittlerweile in Seeheim lebt. Neben Ludwig gehen bekanntermaßen viele weitere Leistungsträger. Dem neuen Kader kann der ehemalige Rückraumspieler viel Positives abgewinnen. „Man hat eine gute Mannschaft zusammengestellt. Der Weg, nun mehr auf junge, hungrige Leute zu setzen, ist richtig und interessant“.

MSG Groß-Bieberau: Juzbasic und Khan (im Tor), Seeger 4, Jost 5, Malik 6/4, Zele 6, Weber 2, Kossler 2, von Stein 2, Büttner 1, Göttmann und Lebherz, Zeitstrafen: 1/3, Siebenmeter: 8/6 und 4/4, Zuschauer: 400.