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Dritte Bundesliga 27.12.2017

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL Fünf Treffer beim 25:20-Sieg der MSG Groß-Bieberau in der Dritten Liga gegen Northeim

GROSS-BIEBERAU - Die MSG Bieberau/Modau schaffte vor den Feiertagen den Anschluss an das Mittelfeld der Dritten Handball-Liga Ost. Beim 25:22 (13:13)-Erfolg gegen den starken Aufsteiger Northeimer HC müssen die Falken aber alle Tugenden in die Waagschale werfen.

 

Groß war das Interesse am letzten Handballspiel in diesem Jahr in der südhessischen Region. Unter den 700 Zuschauern waren auch rund 50 Gästefans. 2015 spielte Northeim schon einmal in dieser Staffel, stieg aber als Vorletzter gleich wieder ab. Nun haben die Verantwortlichen nach dem Wiederaufstieg ihre Lehren gezogen und einen konkurrenzfähigen Kader ins Rennen geschickt.

 

Eine robuste, großgewachsene 6:0-Abwehrformation und ein sehr torgefährlicher Rückraum, das waren die ersten Eindrücke von den Gästen. Die Falken brauchten lange, um sich auf diesen unangenehmen Kontrahenten einzustellen. Die MSG-Offensive ließ sich gut an, in der 3-2-1-Defensive stimmte aber die Zuteilung nicht. Immer wenn sich der vorgezogene Abwehrspieler düpieren ließ, klingelte es anschließend auch im Netz des MSG-Gehäuses. „Wir haben in den ersten 15 Minuten keinen Zugriff bekommen“, erklärte Co-Trainer Oliver Lücke hernach.

 

Erstmals in dieser Spielzeit stellte Thorsten Schmid seine Abwehr auf eine defensivere 6:0-Formation um. Der Falken-Trainer konnte sich diesen Luxus nach der Rückkehr von Michael Malik erlauben. Der Student, gerade von einem Auslandsstudium aus Australien zurückgekehrt, stand nun neben Routinier Florian Bauer im Zentrum, was für deutlich mehr Sicherheit sorgte. Dazu steigerte sich Keeper Martin Juzbasic mit jeder Spielminute, brachte es am Ende auf 18 Paraden. Mit zunehmender Spieldauer sorgten die vielen Ballgewinne in der eigenen Gefahrenzone auch für ein Plus im Ergebnis. Besonders Michael Malik wusste sich mit dem Beginn der zweiten Halbzeit zu steigern. Gemeinsam mit Mannschaftskapitän Till Buschmann sorgte der Rückkehrer für einen 21:17-Vorsprung nach 46 Minuten. Alles sah nun nach einem klaren Erfolg für die Südhessen aus.

 

Zurück aus Australien: Michael Malik erzielte bei seinem Comeback fünf Treffer für die MSG Bieberau/Modau.	Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

 

Fünf Minuten vor Spielende gleicht Northeim aus

 

Doch überhastete MSG-Angriffe verhalfen Northeim zurück ins Spiel. Drei Minuten nach dem 21:17 hatten die Gäste auf 20:21 verkürzt, in der 55. Minute stand es sogar 22:22. Doch die Odenwälder behielten die Nerven. Lucas Bauer, Hrvoje Batinovic und Till Buschmann sorgten für den 25:22-Endstand. Einen zufriedenen Eindruck machte Michael Malik, der mit fünf Treffern ein starkes Comeback feierte. „Ich habe mich so lange auf das Handballspielen und die Mannschaft gefreut. Ich wusste, dass ich fit bin, weil ich viel dafür getan habe. Das es gleich so gut geklappt hat, freut mich natürlich riesig“, erklärte das MSG-Eigengewächs.

 

Grundlegend hat sich für den 26-jährigen Rückraumspieler einiges geändert. „Wir spielen jetzt einen ganz anderen Handball, weil uns die torgefährlichen Distanzwerfer fehlen. Ohne diese einfachen Tore sind wir viel mehr gezwungen, im Kollektiv zu arbeiten“, sagt Malik, der auf eine erfolgreiche Rückrunde hofft. Bis auf Kris Jost war der Kader erstmals komplett. Mit den größeren Alternativen sollte der Weg in der Tabelle nach oben gehen.

 

Am 13. Januar beginnt die Rückrunde für die Falken bei der Bundesliga-Reserve des HSC Coburg. Dort hat man nach der 24:28-Niederlage im Hinspiel noch etwas gut zu machen.

 

MSG: Juzbasic und Khan (im Tor), Batinovic 7, Buschmann 5, Darren Weber 3, Malik 5, Florian Bauer 1, Büttner 2/2, Lucas Bauer 1, Semmelroth 1, von Stein, Ian Weber, Rivic.

 

Haupttorschützen Northeim: Seekamp 4, Krebs 5, Jöhnk 4, Zeitstrafen: 4/2, Siebenmeter: 2/2 und 2/1, Zuschauer: 720.