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Dritte Bundesliga 12.03.2018

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

DRITTE LIGA Torhüter Saad Khan wächst beim 33:27 gegen Nieder-Roden über sich hinaus

GROSS-BIEBERAU - Eine eindrucksvolle Revanche gelang der MSG Bieberau/Modau am Freitagabend in der Dritten Handball-Bundesliga beim 33:27 (19:13)-Erfolg über die favorisierte HSG Nieder-Roden: Die hochgehandelte HSG bekam vor 650 Zuschauern eine Lehrstunde in Sachen Effektivität und Zielstrebigkeit. Denn während den Rodgauern so gut wie gar nichts gelang, hatten die Odenwälder in beinahe allen Aktionen ein glückliches Händchen.

Bereits vor dem brisanten Vergleich herrschte Unruhe bei den südhessischen Konkurrenten. Denn beide hatten den Ausfall eines Schlüsselspielers zu beklagen. Doch während Nieder-Rodens Abwehrspezialist Tim Henkel an allen Ecken und Enden fehlte, machte sich der Ausfall des grippe-erkrankten Stammkeepers Martin Juzbasic bei der MSG Bieberau/Modau kaum bemerkbar. Ersatzmann Saad Khan wuchs an diesem Abend über sich hinaus und entschärfte reihenweise gute Chancen der Gäste. Das 22-jährige Eigengewächs steigerte sich mit jeder Minute.

„Der Trainer hat mich gut auf den Gegner vorbereitet, und ich bin richtig gut ins Spiel gekommen“, verriet Khan nach der Partie. Keine Spur von Nervosität bei dem jungen Studenten. Was bestimmt auch mit dem formidablen Auftakt des Derbys zu tun gehabt hatte.

Drei Minuten und elf Sekunden war das Spiel alt, da hatte Bieberaus Linksaußen Hrvoje Batinovic bereits viermal eingenetzt. Die komfortable 4:0-Führung sorgte für große Spiellaune bei den Südhessen, denen anschließend so gut wie alles gelang. Beinahe jeder Wurf fand den Weg ins Gästetor, auch weil beide HSG-Keeper überhaupt nicht in die Partie fanden.

 

Mannschaft setzt Schmids Taktik perfekt um

Zwar konnte die HSG nach zwölf Minuten auf 5:7 verkürzen, doch die beherzte Defensivarbeit des Falken-Mittelblocks um Florian Bauer, Michael Malik und Till Buschmann sorgte weiter für ein Übergewicht der Odenwälder. So kamen die Gastgeber zu einfachen Toren durch eine erfolgreiche Vorwärtsbewegung.

Aus dem Positionsspiel war die MSG ebenfalls erfolgreich. Immer wieder wurde Nieder-Rodens Abwehr durch überfallartige Einläufe der Außenspieler aus dem Konzept gebracht. Ein klare taktische Anweisung, die Erfolg hatte.

„Natürlich hatten wir bei einigen Abschlüssen echt Glück, aber das haben wir uns durch unseren Einsatz und die Umsetzung der Vorgaben auch verdient“, bilanzierte Till Buschmann eine äußerst gelungene Darbietung. Der Mannschaftskapitän freute sich über die geglückte Revanche. „Wir hatten noch etwas gut zu machen, gerade nach der hohen Hinspiel-Niederlage und dem schwachen Auftritt vor zwei Wochen in Leuterhausen“, sagte Buschmann.

Trainer Thorsten Schmid hatte den Erfolg mit seinen taktischen Vorgaben initiiert. Dass seine Schützlinge diese aber so erfolgreich umsetzten, damit hatte der Übungsleiter auch nicht gerechnet. „Sie haben wirklich alle Vorgaben auf die Platte gebracht. Es lief wie am Schnürchen“, sprach Schmid seinem Ensemble ein großes Kompliment aus.