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Groß-Bieberau unterliegt überraschend Drittliga-Schlusslicht Bad Blankenburg / Bernd Kalkhof im Darmstädter Echo vom 29.01.

GROSS-BIEBERAU - Das ist ein herber Dämpfer für die MSG Bieberau/Modau. Der Handball-Drittligist unterlag im Heimspiel gegen Schlusslicht HSG Bad Blankenburg mit 22:26 (11:11). Ein unerklärlicher Einbruch nach einer 18:14-Führung kostete die Siegchance.

Ratlos stand Thorsten Schmid am Samstagabend an der Seitenlinie. Gerade hatten seine Schützlinge eine vermeintliche Pflichtaufgabe gründlich vermasselt. Mit einem Erfolg über den Tabellenletzten aus Thüringen hätten sich die Falken mit einem positiven Punkteverhältnis im Mittelfeld etablieren können. Doch es kam anders, denn die Gastgeber spielten besonders in der zweiten Halbzeit viel zu schlecht. In der 38. Minute führte die MSG relativ komfortabel mit 18:14, ehe komplett der Faden riss. „Einer nach dem anderen hat plötzlich gemacht, was er wollte. Mit vielen unvorbereiteten Würfen haben wir Bad Blankenburg emotional zurück ins Spiel geholt“, rügte Schmid seine Mannschaft. Die Routiniers der Gäste um Antreiber Frank Grundmann (7/4) ließen sich nicht zweimal bitten und drehten die Partie in der Schlussviertelstunde. „Das war in jedem Fall ein Schritt in die falsche Richtung“, ärgerte sich Schmid über die vielen Undiszipliniertheiten bei den Südhessen.

Gerade aus dem Rückraum fehlte es über 60 Minuten am nötigen Druck und den daraus resultierenden einfachen Toren. Die Defensive der Odenwälder indes hatte die Ostdeutschen schon in der ersten Halbzeit gut im Griff. Vorne hingegen lief nur wenig zusammen. Beim 9:7 versäumten es die Falken nachzulegen. Es war nicht das einzige Mal an diesem tristen Abend.

Am Ende feierte der Tabellenletzte einen kaum für möglich gehaltenen Erfolg. In dieser Form darf sich Bad Blankenburg aber auch noch Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Die Falken müssen dagegen zusehen, schnell wieder in die Spur zu kommen. Das gilt insbesondere für den Rückraum. Auch die Perspektivspieler konnten sich nicht empfehlen. Über die Undiszipliniertheiten im Angriff dürfte Redebedarf bestehen: „Ich dachte, wir wären in diesem Bereich schon weiter“, befand Schmid.

Groß-Bieberau: Juzbasic und Khan (im Tor), Büttner 8/4, Batinovic 4, Semmelroth 2, Buschmann 3, Florian Bauer 1, Darren Weber 2, Malik 1, Ahrensmeier 1, von Stein, Lucas Bauer, Dambach, Haupttorschützen Bad Blankenburg: Grohmann 6/4, Brykner 5, Große 5, Zeitstrafen: 1/2; Siebenmeter: 4/4 und 5/4, Zuschauer: 425.