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Leblos in Leutershausen

Dritte Bundesliga 26.02.2018

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL Bieberau/Modau mangelt es an Leidenschaft beim 19:27 gegen den Tabellendritten

LEUTERSHAUSEN - Die MSG Groß-Bieberau/Modau lässt im Drittliga-Derby bei der SG Leutershausen die nötige Leidenschaft vermissen. Eine leblose Vorstellung führt zu einer verdienten 19:27 (9:14)-Niederlage gegen einen motivierten und zielstrebigen Kontrahenten.

„Wir haben über 60 Minuten zu wenig investiert und keinen Zugriff bekommen. In Sachen Emotionen und Leidenschaft war uns Leutershausen eindeutig überlegen“, tadelte Thorsten Schmid sein Team nach der mauen Vorstellung. Dabei hatten sich die Odenwälder viel mehr vorgenommen, wollten gegen einen favorisierten Konkurrenten ohne Druck aufspielen. Doch schon nach sieben Minuten stand es 0:5, ehe sich die Südhessen etwas besser zurechtfanden. Der Anschluss zum 5:7 erwies sich als Strohfeuer, denn die in den letzten Wochen so sattelfeste Abwehr ließ zu viele Räume.

Davon profitierte besonders Leutershausens Neuzugang Maximilian Rolka. Fast im Alleingang sorgte der Rückraumspieler für einen 5:12-Rückstand, von dem sich die Odenwälder nicht mehr erholen sollten. Denn auch im zweiten Durchgang fehlte der Abwehr der nötige Zugriff, entsprechend konnten die Falken auch keine Gegenstoßtore verbuchen. Und im Positionsspiel stellte Leutershauen einen ordentlichen Mittelblock.

Überhaupt verlief die zweite Hälfte relativ unspektakulär. Beiden Teams fehlten in der Offensive die nötigen Ideen, beide Teams wirkten im Abschluss verhaltener. Dann trieb SGL-Coach Marc Nagel seine Spieler nach einer Auszeit wieder an. Leutershausen enteilte Mitte der zweiten Halbzeit auf 21:14.

 

Thorsten Schmid versuchte ebenfalls mit einer Auszeit, der Niederlage entgegenzuwirken. Doch die emotionale Ansprache verpuffte, es fehlte den Falken wohl einfach auch am nötigen Glauben, an der Bergstraße etwas reißen zu können. So blieben die Kräfteverhältnisse einseitig, selbst als der Gastgeber seine zweite Garnitur auf das Parkett brachte. Leutershausen untermauerte seinen guten zweiten Tabellenrang mit einer konzentrierten Leistung, während die MSG auf den achten Rang abrutschte.

MSG: Juzbasic und Khan (im Tor), Malik 6, Semmelroth 4, Florian Bauer 1, Büttner 3/2, Lucas Bauer 1, Buschmann 1, Rivic 1, Weber 1, Ahrensmeier, von Stein, Batinovic 1, Dambach, Haupttorschützen SGL: Rolka 7, Felix Jäger 6, Ruß 6, Zeitstrafen: 2/3, Disqualifikation Florian Bauer 45.dritte Zeitstrafe, Siebenmeter: 1/0 und 2/2, Zuschauer: 380.

Auftritt in Leutershausen: Ernüchternde Leistung wird mit 19:27-Niederlage "belohnt"

Eine äußerst schwache Vorstellung boten die MSG Falken im Derby gegen die SG Leutershausen. Bei der 19:27-Niederlage in der Hirschberger Heinrich-Beck-Halle wusste kein Akteur zu überzeugen und letztlich blieb man über die gesamte Spielzeit chancenlos. Dabei war mit deutlich höheren Erwartungen nach Leutershausen gefahren und auch die annähernd 100 mitgereisten Fans hatten von ihrer Mannschaft deutlich mehr erwartet. Die Anfangsphase verschliefen die MSG Falken komplett und bereits nach neun Minuten lag man mit 1:6 hinten. Das lag vor allem an der immensen Offensivschwäche, als man auch die besten Möglichkeiten nicht im Tor der SGL unterbrachte und Alexander Hübe förmlich warmschoss. In der Folgezeit fing man sich endlich, und beim Zwischenstand von 5:7 schienen die MSG Falken wieder dran. Doch dann nahm sich die Mannschaft die nächste Auszeit und lud die Gastgeber förmlich dazu ein, davonzuziehen.  Zur Halbzeit führte der jetzige Tabellenzweite mit 14:9. Auch im zweiten Abschnitt änderte sich nur wenig. Die Falken produzierten einfach zu viele Fehler und auch aus den besten Positionen erzielte man keine Treffer. Das reicht einfach gegen solch eine clevere Mannschaft wie die SG Leutershausen nicht aus und am Ende stand nach einer teilweise indiskutablen Leistung die 19:27-Niederlage fest. Schade, denn auch die SGL hatte nicht ihren allerbesten Tag und es wäre mit einer guten Leistung deutlich mehr drin gewesen.  Am kommenden Wochenende sind die Falken ohne Spiel, dann folgt die schwere Aufgabe zuhause gegen die HSG Nieder-Roden. (pfl)

 

 

Ausgerutscht: MSG Falken verlieren bei der SG Leutershausen mit 19:27 und boten über weite Strecken eine ernüchternde Leistung.

Bieberau mit Respekt nach Leutershausen

Dritte Bundesliga 23.02.2018

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

DRITTE LIGA MSG-Trainer Schmid warnt vor der Bergsträßer Heimstärke, will aber „etwas mitnehmen“

GROSS-BIEBERAU - Ohne Druck zum Derby in der Dritten Handball-Liga. Die MSG Groß-Bieberau/Modau nimmt die Außenseiterrolle gerne an, wenn es am Samstag zur heimstarken SG Leuterhausen geht.

 

Nach den beiden wichtigen Erfolgen in Hessen-Derbys gegen die HSG Hanau und den TV Gelnhausen ist bei der MSG Bieberau/Modau erst einmal Ruhe eingekehrt. Erneut haben die Falken (20:20 Punkte) nun die Möglichkeit, ein positives Punktekonto zu erreichen. Doch die kommende Aufgabe hat es in sich. Am Samstag (19 Uhr, Heinrich-Beck-Sporthalle) spielt das Team von Thorsten Schmid nämlich beim Tabellendritten SG Leutershausen. Vor der Saison noch als Titelkandidat gehandelt, beträgt der Rückstand der Bergsträßer auf Primus TV Großwallstadt bereits neun Zähler.

Die Nordbadener entschieden das Hinspiel in Groß-Bieberau für sich, es war aber eine enge Angelegenheit. Nun haben die Odenwälder in den letzten Monaten aber deutlich zugelegt, sowohl personell als auch spielerisch. Dennoch weiß man um die Stärken der Hirschberger. „Natürlich wollen wir was von der Bergstraße mitnehmen, aber das wird verdammt schwer“, sagt Schmid mit Respekt vor dem Gegner. Mit dem Halblinken Felix Jäger und Außen Niklas Ruß verfügt die SGL über treffsichere Werfer, die auch in der Zweiten Liga erfolgreich waren. Schmid warnt zudem vor der Heimstärke der Gastgeber. Von acht Partien wurden sechs gewonnen. Nur gegen den HSC Coburg II gab es eine überraschende Niederlage. Noch mehr schmerzte Leutershausen aber die Niederlage am letzten Wochenende bei Nachbar Großsachsen (23:24). Beide Vereine sind Ortsteile von Hirschberg, enger kann ein Derby geografisch gar nicht sein. Die Falken haben ihren kompletten Kader am Start und können gegen den schnell spielenden Kontrahenten aus dem Vollen schöpfen.

Fans erwünscht: MSG Falken reisen am Samstag zum Derby nach Leutershausen

Nach zwei Heimsiegen in den Derbys gegen die SG Hanau und letzte Woche gegen den TV Gelnhausen haben sich die MSG Falken zwischenzeitlich auf den siebten Tabellenrang vorgearbeitet. Die beiden Erfolge waren für die junge Mannschaft von Trainer Thorsten Schmid auch immens wichtig und brachten die Falken ins recht sichere Mittelfeld. 20:20-Punkte weist derzeit das Konto aus, doch am Wochenende steht man eigentlich vor einer beinahe unlösbaren Aufgabe. Am Samstag müssen die Groß-Bieberauer Handballer zum Tabellendritten SG Leutershausen reisen, die lange um die Tabellenspitze mitspielen konnten, ehe sich der TV Grosswallstadt entscheidend absetzte. Die SG Leutershausen wird ab der kommenden Saison mit Frank Schmitt einen neuen Trainer an der Seite haben, die so erfolgreiche Zeit von Marc Nagel neigt sich dem Ende. Im Hinspiel siegten Niklas Ruß und Co in Groß-Bieberau mit 29:26, doch ganz besonders in der Schlussphase konnten die Falken die Partie nochmals spannend machen.  Die SG wird äußerst motiviert in die Partie gehen, verloren sie doch am letzten Wochenende das prestigeträchtige Derby bei Germania Großsachsen mit einem Treffer (23:24). Die MSG Falken kommen jedoch mit starker Brust nach Leutershausen, denn die Tendenz zeigt nach vorne. Vor allem die Abwehrarbeit stimmt derzeit. Die Partie in der Heinrich-Beck-Sporthalle wird am 24. Februar um 19 Uhr angepfiffen.  (pfl)

Entspannung nach Arbeitssieg

Dritte Bundesliga 19.02.2018

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL Drittligist MSG Bieberau/Modau erkämpft 31:29-Erfolg gegen Gelnhausen

GROSS-BIEBERAU - Hauptsache gewonnen. Mit viel Mühe schlug Handball-Drittligist MSG Bieberau/Modau den TV Gelnhausen mit 31:29 (17:16). Den Siegtreffer markierte der 18-jährige Ian Weber.

Drei Sekunden waren am Samstagabend in der Groß-Bieberauer Großsporthalle noch zu spielen, als Weber den entscheidenden Treffer zum 31:29 setzte. Danach kannte der Jubel keine Grenzen. Der erst 18-jährige A-Jugendspieler des Bundesligisten HSG Wetzlar, für die MSG mit Doppelspielrecht ausgestattet, sorgte mit seinem fünften Treffer beim fünften Wurfversuch für Verzücken bei den gut 450 Zuschauern. Doch nicht nur Weber, auch seine Mitspieler mussten sich für den knappen Erfolg mächtig ins Zeug legen. Der abstiegsbedrohte TV Gelnhausen präsentierte sich eben nicht als Punktelieferant.

Mit schnellen, langen Kreuzbewegungen sorgten die Gäste für viel Unruhe in der MSG-Abwehr. So rannten die Falken beim 6:8 und 8:10 einem Rückstand hinterher. „Das hat Gelnhausen gut gemacht. Wir haben im Zentrum zu viele Zweikämpfe verloren und waren auch mal zu spät draußen“, lobte Michael Malik die Gäste. Der Abwehrspezialist, gemeinsam mit Florian Bauer und Till Buschmann für das Defensivzentrum verantwortlich, war auch von der schnellen Mitte des Turnvereins beeindruckt. „Dieses Problem haben wir in der zweiten Halbzeit besser gelöst und allgemein auch etwas mehr Zugriff bekommen“, sagte Malik.

Ein weiterer Grund für die permanente Führung der Odenwälder im zweiten Spielabschnitt war die starke Angriffsleistung. Allen voran Till Buschmann führte sein Team mit acht Treffern in die Erfolgsspur. Immer wenn es eng wurde, war der Kapitän zur Stelle. Das war in den letzten Wochen nicht immer so. Die Schlussviertelstunde verlief dennoch spannend. Immer wieder setzte Gelnhausens Rückraum um Fabian Eurich und Sven Schreiber Nadelstiche. Letztendlich entschied die bessere Wurfausbeute der Gastgeber den Vergleich.

„Wir haben zwischen der 43. und 48. Minute zwei Zeitstrafen kassiert. Dadurch war es nicht möglich, die Leistungsträger bis zur Schlussphase zu schonen. Da haben uns am Ende wohl ein paar Körner gefehlt“, befand Gästetrainer Phillip Deinet. Er verwies auch auf eine lange Verletztenliste mit vier Rückraumspielern. Thorsten Schmid schätzte den Kontrahenten deutlich stärker ein, als im Hinspiel. „Gelnhausen hat sehr viel Druck gemacht, gerade über die rechte Angriffsseite. Da fehlte uns der Zugriff. Glücklicherweise haben wir dafür heute vorne sehr ordentlich gespielt“, resümierte der MSG-Trainer, dessen Team nun 20 Zähler auf der Habenseite hat. Das entspannt erstmal.

MSG Bieberau/Moda: Juzbasic und Khan (im Tor), Buschmann 8, Batinovic 4, Malik 4, Büttner 4/2, Ian Weber 5, Darren Weber 3, von Stein 1, Florian Bauer 1, Semmelroth 1, Rivic, Ahrensmeier und Dambach, Haupttorschützen Gelnhausen: Eurich 6, Schreiber 8/4, Jambor 3, Müller 3, Zeitstrafen: 0/2, Siebenmeter: 3/2 und 4/4, Zuschauer: 450.

MSG-Aktuell: Die Falken gewinnen ein offenes Derby gegen Gelnhausen mit 31:29

 

Die MSG Falken jubeln nach dem Sieg gegen Gelnhausen, haben nun wieder ein ausgeglichenes Punktekonto. 450 Zuschauer sahen ein spannendes und bis zum Schluss offenes Derby. Darren Weber trug sich dreimal in die Torschützenliste ein, seinem Bruder Ian gelang der so wichtige Treffer zur 31:29-Führung. Ian konnte sich am Ende über fünf Treffer freuen. 20:20-Punkte stehen jetzt zu Buche, dass sieht vor dem nächsten Spiel bei der SG Leutershausen am kommenden Samstag doch sehr gut aus. Übrigens noch Herzlichen Glückwunsch an Hrovje Batinovic, der gegen Gelnhausen seinemn 30. Geburtstag feierte und vier Tore beisteuerte. Danke auch noch an unseren Hallensprecher Rainer Daub, der nach einer langen Anfahrt aus dem Urlaub und Stau auf der Autobahn es punktgenau in die Halle schaffte und mit großem Jubel von den Zuschauern begrüßt wurde.

 

 

MSG Groß-Bieberau/Modau

# Name Position Tore 7m V 2min D/D+B
16 Khan, Saad   0 0/0   0  
91 Juzbasic, Martin   0 0/0   0  
2 Bauer, Florian   1 0/0 x 0  
6 Malik, Michael   4 0/0 x 0  
7 Büttner, Robin   4 3/2   0  
11 Buschmann, Till   8 0/0   0  
13 Weber, Ian   5 0/0   0  
17 Rivic, David   0 0/0   0  
24 Weber, Darren   3 0/0   0  
33 Ahrensmeier, Jonas   0 0/0   0  
37 von Stein, Benjamin   1 0/0   0  
77 Semmelroth, Markus   1 0/0   0  
96 Batinovic, Hrvoje   4 0/0   0  
98 Dambach, Jonas   0 0/0   0  
OA Jost, Kris   0 0/0   0  
OB Schmidt, Thorsten   0 0/0   0  
OC Keil, Anna   0 0/0   0  
OD Schellhaas. Sebastian   0 0/0  

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Wichtige Partie im Abstiegskampf

Dritte Bundesliga 16.02.2018/ Darmstädter Echo

 

DRITTE LIGA MSG Bieberau/Modau hofft gegen Gelnhausen auf den Einsatz von Markus Semmelroth

GROSS-BIEBERAU - (kaf). Und wieder ein hessischer Vergleich in der Dritten Handball-Liga. Nur eine Woche nach dem 24:19 Erfolg gegen die HSG Hanau kommt der abstiegsbedrohte TV Gelnhausen in den Odenwald zur MSG Groß-Bieberau/Modau. Die Falken empfangen am Samstag (19 Uhr, Großsporthalle „Im Wesner“) den TV Gelnhausen. Und nicht nur Michael Malik spricht von einem Schlüsselspiel gegen den akut abstiegsbedrohten Konkurrenten.

 

Es geht um einiges bei diesem Aufeinandertreffen. „Unser Erfolg gegen Hanau ist nichts wert, wenn wir nicht auch Gelnhausen schlagen. Für Gelnhausen ist der Druck sogar noch größer“, sagt das MSG-Eigengewächs mit Blick auf die Tabelle. Gelnhausen hat zwar nach dem 33:27-Erfolg in Bruchköbel wieder Luft geholt, dennoch steht der TV mit 14:26 Punkten auf dem drittletzten Rang. Die MSG hingegen könnte sich mit einem weiteren Erfolg endgültig von den hinteren Rängen verabschieden.

 

Malik, der dem Team in der Hinrunde wegen eines Auslandsstudiums in Australien nicht zur Verfügung stand, hat sich wieder komplett eingelebt. Der 24 Jahre alte Rückraumspieler ist ein wichtiger Baustein der Abwehr. Und er hofft, dass sein Team nach zwei Niederlagen zum Jahresbeginn nun durch den Erfolg gegen den Vierten Hanau zu mehr Konstanz findet.

„Ich denke, gegen Hanau war ein Aufwärtstrend zu erkennen. Es ging zwar viel über Kampf, aber wir haben uns auch spielerisch deutlich gesteigert“, sagt der Student. Gemeinsam mit Darren Weber und dessen Bruder Ian kompensierte Malik auf der halblinken Position den Ausfall von Markus Semmelroth. „Wir haben das ganz gut hinbekommen. Markus ist für uns dank seiner einfachen Tore aber sehr wichtig und man hat gemerkt, dass er gefehlt hat“, hofft Malik auf die Rückkehr des zweitligaerfahrenen Torjägers. Für dessen Einsatz sieht es laut Malik wohl ganz gut aus.

Gelnhausen kommt: Nächste Aufgabe ist wieder ein Derby

Am vergangenen Wochenende hatten es die MSG Falken im Derby mit der HSG Hanau zu tun und lösten diese schwere Aufgabe sehr gut. Am Ende sprang für die Mannschaft ein 24:19-Erfolg heraus, der nach zuvor zwei Niederlagen äußerst wichtig war. Wer nur das Ergebnis liest und nicht das Spiel sah, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Partie eine klare Angelegenheit für die Groß-Bieberauer Handballer gewesen sei, doch das trifft nicht zu. Es trafen zwei Teams aufeinander, die mit großer Leidenschaft antraten und auf beiden Seiten standen vor allem zunächst die Keeper im Vordergrund. Doch nach der Pause legten die Falken einen tollen Zwischenspurt hin und lagen plötzlich mit fünf Treffern in Front, doch legte sich auch das Team von Gästetrainer Patrick Beer mächtig ins Zeug, sodass es bis zur 53. Spielminute sehr spannend blieb. Da führten die Gastgeber mit 20:18, denn gerade hatte Hanaus Andreas Neumann mit einem Siebenmeter diesen Spielstand erzielt. Unglaublich, aber Andreas Neumann und Florian Bauer, beides früher Stützen der Zweitligamannschaft der TSG Groß-Bieberau, trafen im Spiel aufeinander und sorgten sogar für einen sehenswerten Zweikampf, mit dem besseren Ende für Florian Bauer, der den Ball sichern konnte und damit einen möglichen Treffer verhinderte.

Doch all das zählt am kommenden Wochenende nicht mehr. Die MSG Groß-Bieberau/ Modau empfängt am Samstag (17. Februar) zur gewohnten Anwurfzeit um 19 Uhr den TV Gelnhausen und damit ein Team, dass um den Anschluss an das Mittefeld der Dritten Liga kämpft. Eine wahrlich schwere Aufgabe wartet da auf Buschmann, die Weber-Brüder und Co, denn die Gelnhäuser werden alles daran setzen, die Punkte aus Bieberau mitzunehmen. Am letzten Wochenende gewannen sie ihr Derby bei der SG Bruchköbel mit 27:33 und zeigten auf, dass auch sie über eine ordentliche Offensive verfügen. Mit Matthias Jambor verfügen sie über einen sehr guten Torschützen und die beiden Keeper Julian Lahme und Hanno Vöhringer können einen Angriff an einem guten Tag zur Verzweiflung bringen. Aber die MSG Falken zeigten gegen Hanau eine sehr gute Form und sind mit Sicherheit in der Lage, diese Partie zu gewinnen. Die Unterstützung des Anhangs, gegen Hanau kamen 650 Zuschauer in die Halle, ist von enormer Wichtigkeit und das junge Team dankt dies mit ordentlichem Handball. Im Hinspiel gelang übrigens ein 29:27-Erfolg. Allein Markus Semmelroth traf in dieser Partie zehnmal. Sein Einsatz ist derzeit noch offen, gegen Hanau musste er passen. Die medizinische Abteilung und Physio Harald Janßen werden aber alles dafür tun, dass er spielen kann. (pfl)  

Der Wille macht den Unterschied

MSG Groß-Bieberau/Modau 12.02.2018

 

Von Bernd Kalkhof/ Darmstädter Echo

HANDBALL Nach zwei Niederlagen in Folge kommt die MSG Bieberau/Modau über Kampf zum Erfolg

GROSS-BIEBERAU - Es war weder ein schönes, noch ein hochklassiges Derby in der Dritten Handball-Bundesliga am Freitagabend in Groß-Bieberau. Dieser brisante Vergleich vor 650 Zuschauern, den die MSG gegen Hanau mit 24:19 gewann, lebte von Kampf und Dramatik. Und man merkte den Akteuren der MSG Bieberau/Modau an, dass sie die beiden vorangegangenen Negativerlebnisse noch nicht ganz verarbeitet hatten.

Nervös begannen die Falken, die Verunsicherung war allenthalben sichtbar. Die junge Hanauer Mannschaft konnte aus technischen Fehlern jedoch kein Kapital schlagen, denn der Angriff der Gäste um den jungen Maximilian Bergold biss sich an der aggressiven, beweglichen Abwehr der Odenwälder die Zähne aus.

„Wir haben die Chance auf einen Sieg in der ersten Hälfte verspielt. Groß-Bieberau agierte nervös. Wir hätten in dieser Phase mehr Killerinstinkt zeigen müssen“, haderte Patrick Beer mit den vergebenen Möglichkeiten. Hanaus Trainer musste mitansehen, wie sich seine Spieler vom Gegner den Schneid abkaufen ließen. MSG-Keeper Martin Juzbasic sorgte mit seinen Glanzparaden für Kopfschütteln bei den gut 200 Gästefans. Zwei Fehlversuche vom Siebenmeterpunkt und teilweise haarsträubende Abspielfehler rundeten den harmlosen Auftritt der Hanauer Offensive ab. Die 10:8-Führung der Gastgeber zur Pause war etwas schmeichelhaft.

Im zweiten Abschnitt aber steigerte sich die MSG und zog von 13:12 auf 17:12 (43.) davon. Das war die Vorentscheidung. Aufatmen bei den Südhessen, die dank des Erfolges in der Tabelle wieder Boden gutmachen konnten. Dabei mussten sie auf ihren besten Torschützen Markus Semmelroth verzichten. „Wegen einer Knieverletzung war ein Einsatz nicht möglich. Wir brauchen Markus auch noch in den restlichen Partien, da wollen wir kein Risiko eingehen“, erklärte Trainer Thorsten Schmid die Gründe für den Ausfall. Ein positives Zeichen setzte der 17-jährige Ian Weber, der in der zweiten Halbzeit einige gute Aktionen im Eins gegen Eins verzeichnen konnte. Auch sein älterer Bruder Darren hatte mit fünf Treffern großen Anteil an diesem Sieg der Willensstärke.

 

Auf den stabilen Mittelblock ist Verlass

 

Gelassen und ein wenig stolz nahm Schmid die Glückwünsche entgegen. Der erfahrene Trainer weiß um die Qualitäten seiner Mannschaft. Gerade über die Defensive lassen sich in dieser Staffel viele Punkte generieren. Dort war auf den stabilen Mittelblock Verlass.

„Das war ein verdienter Sieg für Groß-Bieberau. Der Gegner hat gekämpft, wir haben den Kampf nicht angenommen“, erklärte Gästetrainer Beer. Nun wollen die Falken am Samstag gegen den TV Gelnhausen nachlegen.

MSG: Juzbasic und Khan (im Tor), Batinovic 5, Florian. Bauer 1, Malik 7/4, Büttner 3, Lucas Bauer, Buschmann 1, Rivic, Darren Weber 5, Ahrensmeier, von Stein 1, Ian Weber 1, Batinovic 5, Dambach; Zeitstrafen: 4/4, Siebenmeter: 6/4 und 7/4, Zuschauer: 650.

Tolles Spiel - starke Abwehr - super Keeper: MSG Falken gewinnen Derby gegen die HSG Hanau

Was für ein Befreiungsschlag für die MSG Falken. Mit 24:19 gewannen sie ein hart umkämpftes Derby gegen die HSG Hanau. Beide Teams standen sich im Derby bereits am Freitag gegenüber. Die Hanauer spielen eine bisher überragende Saison und stehen zurecht auf dem fünften Tabellenplatz, die Groß-Bieberauer patzten zuletzt, lagen vor der Partie auf Platz neun der Tabelle.  Ein Wiedersehen gab es zwischen Florian Bauer und seinem langjährigen Bieberauer Weggefährten Andy Neumann. Beide spielten gemeinsam zu Zweitligazeiten für die TSG, die im Derby auf Markus Semmelroth verzichten mussten. "Ihn plagt eine Knieverletzung, ein Einsatz war nicht möglich. Wir brauchen Markus auch noch in den restlichen Partien, da wollen wir kein Risiko eingehen", bezog MSG-Trainer Thorsten Schmid kurz Stellung zu dieser Personalie.

Beide Teams legen enormen Wert auf eine aggressive Abwehrarbeit und beide Keeper konnten sich frühzeitig auszeichnen. Nach 17 gespielten Minuten waren auf jeder Seite gerade einmal vier Tore gefallen. Zudem verschossen beide Teams jeweils die ersten Siebenmeter (bei Hanau Andy Neumann und Jan Ritter, bei der MSG Robin Büttner)  und es entwickelte sich von Beginn an ein packendes Derby. Kurz vor dem Seitenwechsel schienen sich die Gastgeber etwas befreien zu können und führten mit zwei Treffern. Mit 10:8 aus Sicht der MSG Falken ging es in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung richtig Fahrt auf. Beide Seiten schenkten sich nichts, die MSG legte vor, Hanau zog nach. Nach 33 Minuten erhielten die Bieberauer zwei Zeitstrafen, doch in Unterzahl gelang durch Florian Bauer der Treffer zum 13:10. Anschließend hielt Saad Khan einen Siebenmeter von  Andreas Neumann. 13:12 stand es nach 39 Minuten. 650 Zuschauer, darunter 150 Hanauer Fans,  trommelten ihre Team nach vorne. Mutig spielte vor allem der junge Ian Weber, der konsequent in die Lücken der Hanauer Abwehr ging und traf. Als die Gastgeber sich lösten und plötzlich sogar mit fünf Toren vorne lagen, nahm Gästechoach Patrick Beer eine Auszeit. 46 Minuten waren gespielt, die MSG Falken führten mit 18:13. Doch der Tabellenfünfte kämpfte sich zurück in das nun spannende und dennoch faire Derby, nach 53  Minuten führten die Falken, doch entschieden war noch lange nichts. Doch die Falken hielten die Spannung bis zum Schluss und siegten verdient mit fünf Toren Vorsprung.  (pfl)

 

 

Ian Weber zeigte gegen Hauau, dass er über großes Potential verfügt. Am Ende gelang ihm ein Treffer und vor allem imponierte er mit hohem Einsatzwillen

 

Aufstellungen:

 

MSG Groß-Bieberau/ Modau: Juzbasic, Khan, F. Bauer 1, Malik 7/4, Büttner 3, L. Bauer, Buschmann 1, Rivic, D. Weber 5, Ahrensmeier, von Stein 1, I. Weber 1, Batinovic 5, Dambach

Trainer: Thorsten Schmid

HSG Hanau: Adanir, Schermuly, Ritter 1, Schaeffter, Ruppert 1, Strohl 2, Bergold 6, Brüggemann, Pillmann 1, Best 1, Geist 3, Neumann 4, Christoffel, Pareigis.

Trainer: Patrick Beer

Siebenmeter: 6/4 - 7/4

Zeitstrafen: 4 - 4

Schiedsrichter: Lucas Hellbusch und Darnel Jansen

Zuschauer: 650